Erfolgreiche Bilanz: Mehrgenerationenhaus in Schotten feiert Einjähriges

– und wir feiern mit!

Mit einem großen Fest feiert das Mehrgenerationenhaus (MGH) Schotten sein einjähriges Bestehen. Am Samstag, 21. April, wird viel los sein rund um das historische Rathaus, dem Haus „M4“ in der Mühlgasse und dem Georg-von-Villeneuve-Haus (Kirchstraße 20). Von 11 bis 17 Uhr gibt es abwechslungsreiche Angebote, viele Mitmachaktionen sowie kulinarische und musikalische Verlockungen, die von mehreren Initiativen, Vereinen und soziale Einrichtungen sowie ehrenamtlichen Helfern des MGH organisiert werden und zu dem die Bevölkerung eingeladen ist.

Die Schottener Gruppe des Deutschen Kinderschutzbundes ist mit einem Glücksrad vor Ort und lädt ein, eine Bodenzeitung mitzugestalten. Die Jugendinitiative und die Familienbezogene Jugendarbeit Schotten (FaJuSo) bieten Kinderschminken und „Speed Stacking“ an. Bei diesem schnellen und viel Fingerfertigkeit verlangenden Spiel kann sich Jeder ausprobieren.

Im historischen Rathaus lockt ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm. Die mobile Töpferei „Qualle Kunterbunt“ präsentiert sich mit einem kreativen Mitmach-Angebot für Jung und Alt. Rohlinge wie Tassen, Teller und Spardosen können hier nach Lust und Laune gestaltet und bemalt werden. Der Secondhand-Laden „Bonni & Kleid“ bietet eine schöne Auswahl schicker Bekleidung aus zweiter Hand für Damen und Herren. Auf dem CD- und Schallplattenflohmarkt kommen Liebhaber neuer und alter Ohrwürmer auf ihre Kosten. Die Praxis Altmüller wird an ihren Stand über Therapiemöglichkeiten nach einem Schlaganfall und über Mobilitätstraining informieren.

Gegen den kleinen und den großen Hunger steht eine Vielzahl von Verköstigungsmöglichkeiten zur Auswahl. Die feurig-scharfe Vulkansuppe im Seniorentreff, ein üppiges Kuchenbuffet, syrische und afrikanische Spezialitäten sowie Schmalzbrote bieten für jeden Gaumen etwas. Musikalisch umrahmt wird das Fest von der Gruppe „Rocker vom Rauhen Berg“.

Wer selbst einmal zu einem Instrument greifen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Unter Anleitung von Trommelkünstler „Pablo“ kann jeder sein Rhythmusgefühl auf afrikanischen Instrumenten ausprobieren. „Das Fest bietet auch die Möglichkeit, einen Blick hinter die Arbeit des MGH zu werfen und mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen“, sagt die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses, Birgit Wilhelm.

Seit etwas mehr als einem Jahr ist das MGH – ein Verbund der Gebäude „M4“ und des Georg-von-Villeneuve-Hauses – Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger aus Schotten und der Großgemeinde. Generationenübergreifend lernen sich Jung und Alt kennen, tauschen sich gemeinsam aus, bilden sich weiter oder sind zusammen kreativ. Viele Kurse laden dazu ein wie Nähen, Töpfern und Weidekorbflechten, die Theater-AG, sportliche Betätigung wie Yoga, Entspannendes wie Fantasiereisen und Neues wie Gehirnjogging. Auch das kostenfreie Familienfrühstück und das Elterncafé sind sehr beliebt. Der „offene Treff“ bietet die Möglichkeit zum Kontakteknüpfen und gegenseitigen Austausch. Und nicht zuletzt hat der schon seit vielen Jahren bestehende Seniorentreff im Mehrgenerationenhaus seinen Anlaufpunkt.

„Das integrative Miteinander ist eine tolle Möglichkeit, zusammen Spaß zu haben“, sagt Birgit Wilhelm. „Auch einige Freundschaften sind bereits daraus entstanden.“ Vor allem aber könnten sich hier Groß und Klein, Jung und Alt ehrenamtlich einbringen und engagieren. „Jeder ist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft“, sagt Wilhelm.

Auch Bürgermeisterin Susanne Schaab freut sich, dass die Angebote des Mehrgenerationenhauses erfolgreich angenommen und umgesetzt werden. „Es ist großartig zu sehen, wie viel Engagement und Vielfalt unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses zusammengefunden haben. Mein Dank gilt deshalb den Aktiven und unserer Koordinatorin Birgit Wilhelm, die gemeinsam dafürstehen, dass wir nach einem Jahr erfolgreich feiern können“, lobt die Rathauschefin.

Schotten wurde im November 2016 in das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ aufgenommen. Das Programm hat eine Laufzeit von vier Jahren und endet am 31. Dezember 2020. Für jedes Jahr steht ein Budget von 40 000 Euro zur Verfügung, das für Sach- und Personalkosten verwendet werden kann. Jeweils 30 000 Euro kommen als Zuschuss vom Bund, die Stadt muss jährlich 10 000 Euro kofinanzieren.

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Quelle: Weil, Kreisanzeiger vom 14.4.2018